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Regierungsrat stellt das Strassenbauprogramm 2012 – 2014 vor
06.10.2011 - Medienmitteilung
Der Regierungsrat will auch in den nächsten Jahren das Staatsstrassennetz ausbauen und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden stetig erhöhen. Im Bauprogramm für die Staatsstrassen setzt der Regierungsrat für die nächsten drei Jahre die Schwerpunkte für die Umsetzung des Richtplanes fest. Nebst verschiedenen Neu- und Ausbauprojekten von Strassen steht die Umsetzung der Radwegstrategie und des Veloförderprogramms im Zentrum.
Mit dem Bauprogramm erstattet der Regierungsrat jährlich Bericht an den Kantonsrat über die in den kommenden drei Jahren geplante Umsetzung von Infrastrukturprojekten zur Erreichung der strategischen und verkehrspolitischen Ziele. Zu den Schwerpunkten gehören die Erhöhung der Sicherheit vor allem für zu Fuss Gehende und Velofahrende sowie bauliche und steuernde Massnahmen zur Verflüssigung des Verkehrs. Dazu will der Regierungsrat wiederum rund 30 Millionen Franken pro Jahr investieren. Für den Lärmschutz sowie für Strassennetzergänzungen und -erneuerungen werden weitere 60 Millionen Franken eingeplant.
Vollendung und Optimierung des Staatsstrassennetzes
Die Schwerpunkte im Bauprogramm liegen bei der Optimierung der Verkehrsverhältnisse innerorts und der Gestaltung des Strassenraums im Rahmen der kantonalen Standards. Dabei sollen primär die Verkehrssicherheit erhöht, Staus vermieden und der Verkehr verflüssigt werden. Insbesondere soll die Fahrplansicherheit des strassengebundenen öffentlichen Verkehrs, also der Busse, gewährleistet sein. Zu den herausragenden Projekten gehören dabei:
- Uster-West: Der Regierungsrat hat dem Kantonsrat einen Kredit über 21 Millionen Franken für die Überführung der SBB-Linie, die Verlegung der Winterthurerstrasse sowie für verschiedene Ausgleichsmassnahmen, wie die Sperrung der Werrikerstrasse, vorgelegt. Damit
verbunden sind Aufwertungs- und Vernetzungsmassnahmen der beiden national geschützten Flachmoore Werriker- und Hoperenriet. - Autobahnzubringer Ottenbach–Obfelden zur N4 Anschluss Affoltern a. A.: Beim Kantonsrat liegt auch der Antrag des Regierungsrates für 65,4 Millionen Franken für eine Umfahrung (einschliesslich flankierende Massnahmen auf den Ortsdurchfahrten). Der Bund hat dazu
eine Kostenbeteiligung von maximal 25,8 Millionen Franken in Aussicht gestellt. - Wetzikon, Westtangente: Der Abschnitt zwischen der Zürich- und der Usterstrasse wird voraussichtlich 2014/2015 erstellt, gemeinsam mit dem Abschnitt zwischen der Kastell- und der Pfäffikerstrasse.
- Dietikon, Ausbau Mutschellenstrasse: In einer gemeinsamen Studie haben 2010 die Kantone Zürich und Aargau sowie der Bund den Strassenverkehr im Limmattal analysiert und diverse Massnahmen vorgeschlagen. Daraus hat der Kanton Projektierungsaufträge zum
Ausbau der Knoten der Mutschellenstrasse mit der Überlandstrasse, der Industriestrasse und der Silbernstrasse formuliert. Die Umsetzung ist in den nächsten vier Jahren geplant; die Kosten werden sich total auf etwa zehn Millionen Franken belaufen. Das Bundesamt für
Strassen projektiert gleichzeitig den Ausbau der Autobahnanschlüsse Urdorf Nord und Dietikon. - Schlieren Zentrum, Neugestaltung Verkehrsführung: Im Zentrum von Schlieren wird – auch im Hinblick auf die Trasseeführung der Limmattalbahn – für eine bessere Verkehrsführung ein Grosskreisel geplant. Dabei werden auch städtebauliche Aspekte berücksichtigt.
Von den voraussichtlichen Gesamtkosten von zwölf Millionen Franken übernimmt der Kanton die Investitionen an der Badenerstrasse in der Höhe von etwa drei Millionen Franken. Mit dem Baubeginn wird 2014 gerechnet.
Radweglücken schliessen – Velofahren fördern
Beim Radwegbau setzt der Regierungsrat auf der Basis seiner Radwegstrategie die Prioritäten bei der Schliessung von Radweglücken und der Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere auf Schulwegen. Verschiedene Projekte im Glatt- und Limmattal sind Teil der Agglomerationsprogramme des Kantons Zürich und werden in den nächsten Jahren umgesetzt, weitere Projekte sind im ganzen Kantonsgebiet geplant. Unabhängig vom reinen Radwegbau soll das Bewusstsein für das Verkehrsmittel Velo in der Bevölkerung gestärkt werden. Mit dem vom Kantonsrat am 1. November 2010 bewilligten Rahmenkredit soll ein Bündel von Massnahmen aus dem Veloförderprogramm umgesetzt werden. Unter anderem sind ein kantonales Mobilitätsmanagement, Velofachtagungen, verbesserte Signalisation der Velowege, neues Kartenmaterial, eine Optimierung der Veloparkierung sowie die Entwicklung eines Bike&Ride-Konzepts mit dem öffentlichen Verkehr vorgesehen. Zurzeit befindet sich im Amt für Verkehr die vorgesehene Koordinationsstelle für den Veloverkehr im Aufbau. Diese kann anfangs 2012 den operativen Betrieb aufnehmen.
(Medienmitteilung des Regierungsrates)
Weitere Informationen
Kontakt für Medien
Donnerstag, 6. Oktober 2011,
von 10 bis 11.30 Uhr:
Anselm Schwyn, Amt für Verkehr, Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich
Telefon 043 259 54 32
