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Zürcher Arbeitsmarkt im Oktober 2011: Zunahme der Arbeitslosen bestätigt Wende am Arbeitsmarkt
07.11.2011 - Medienmitteilung
Die Zahl der Stellensuchenden und Arbeitslosen ist im Oktober im Kanton Zürich erneut leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 2,9 Prozent. Wegen der Verschlechterung der internationalen Konjunktur fallen die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz zunehmend pessimistisch aus.
Ende Oktober 2011 waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich 21‘098 Personen arbeitslos gemeldet, 326 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote blieb mit 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert und entspricht nun dem schweizerischen Durchschnitt.
Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist vor allem auf saisonale Effekte zurückzuführen, welche sich im Herbst auf den Arbeitsmarkt auswirken. Dies zeigt sich in einem merklichen Anstieg der Arbeitslosen bei den Berufen des Baugewerbes, welcher anteilsmässig am stärksten ausfiel. Bei den Industrieberufen war die Entwicklung nicht einheitlich, es gab sowohl Zu- wie Abnahmen. Auch im Dienstleistungssektor ist das Bild uneinheitlich. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich in der Kategorie „übrige wirtschaftliche Dienstleistungen“, in den Branchen Erziehung, Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Detailhandel hingegen sanken die Zahlen. Obwohl in den letzten Wochen Entlassungen grösseren Ausmasses bei den Grossbanken angekündigt wurden, sank im vergangenen Monat die Zahl der Arbeitslosen bei den Berufen und der Wirtschaftsklasse der Banken und Versicherungen. Konkrete Auswirkungen dieser Ankündigungen auf die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich sind noch schwierig abzuschätzen.
Insgesamt scheint der Arbeitsmarkt etwas weniger aufnahmefähig zu sein. Im vergangenen Monat konnten sich weniger Personen von der öffentlichen Arbeitsvermittlung abmelden: Die Abmeldungen von der Stellensuche sank um 308 auf 3‘954.
Prognosen zunehmend pessimistisch
Die Verschlechterung des internationalen Konjunkturklimas bestätigt sich immer mehr und die Prognosen der Experten für das Schweizer Wirtschaftswachstum fallen zunehmend pessimistisch aus. Für die Schweiz wird allerdings keine Rezession prognostiziert, lediglich eine spürbare Wachstumsverlangsamung im 2012. Die Zürcher Wirtschaft zeigt ebenfalls Anzeichen einer spürbaren Wachstumsabschwächung. So wird derzeit in Industrie und Detailhandel die Entwicklung der Geschäftslage bereits spürbar weniger gut eingeschätzt.
Die jüngsten Entscheide der EU über finanzielle Rettungsmassnahmen, Rekapitalisierung der Banken und Schnitt bei den griechischen Staatsschulden waren ein wichtiger Schritt. Die aktuellen Wirrungen in der griechischen Politik zeigen die Schwierigkeit, die Sparmassnahmen umzusetzen sowie die Härte der aktuellen Verhandlungen über die finanziellen Zuständigkeiten in Europa.
(Medienmitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit)
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Montag, 7. November 2011,
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