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Zürcher Arbeitsmarkt im November 2011: Leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit
07.12.2011 - Medienmitteilung
Der Zürcher Arbeitsmarkt zeigte sich im November mit einer Arbeitslosenquote von drei Prozent in guter Verfassung. Zwar nahmen die Arbeitslosenzahlen weiter leicht zu – aber hauptsächlich aus saisonalen Gründen im Bau- und Gastgewerbe sowie ausgehend von einem tiefen Niveau. Während sich das schwierige internationale Konjunkturumfeld immer stärker auf die Beschäftigungssituation in der Industrie auswirkt, ist die Arbeitslosenentwicklung im Finanzsektor bisher deutlich hinter den angekündigten Szenarien zurückgeblieben.
Ende November waren insgesamt 21‘969 Personen in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, was einer Zunahme um 871 Personen gegenüber dem Vormonat entspricht. Die Arbeitslosenquote beläuft sich neu auf drei Prozent und liegt 0,1 Prozentpunkte unter dem Schweizer Schnitt.
Grundsätzlich hält sich der Zürcher Arbeitsmarkt weiterhin robust und zeigt sich insgesamt immer noch aufnahmefähig. Der Grossteil der neuen Arbeitslosen wurde infolge des üblichen Saisoneffektes im Bau- sowie Gastgewerbe verzeichnet. Im Gastgewerbe dürfte ein bescheidener Anteil der Zunahme auf das ungünstige Konjunkturumfeld zurückzuführen sein. Insgesamt beläuft sich bei Berufen des Gastgewerbes und der Hauswirtschaft die Zunahme im November auf 4,3 Prozent (+115). Mehr Einfluss auf steigende Arbeitslosenzahlen hatte der schlechtere Wirtschaftsgang insbesondere im industriellen Bereich. Bei Metall- und Maschinenbauern betrug der Anstieg 13,5 Prozent (+58) und bei den übrigen verarbeitenden Berufen 5 Prozent (+35).
Entlassungen bei Banken erst angekündigt, noch nicht realisiert
Die Prognosen der Konjunkturexperten für die Schweizer Wirtschaft fallen zunehmend pessimistisch aus. Und auch die Wirtschaftslage im Kanton Zürich hat sich im dritten Quartal 2011 deutlich verschlechtert. Der Anteil der Unternehmen, welche die Geschäftslage positiv bewerten, ist in den meisten Branchen deutlich zurückgegangen. Auch im Bankensektor ist die Geschäftsstimmung markant eingebrochen. Bereits im Sommer wurden von verschiedenen Finanzinstituten über die Medien Entlassungen grösseren Ausmasses angekündigt. Bisher bewegen sich diese Ankündigungen beim AWA sowie die Arbeitslosenzunahme im Finanzsektor auf sehr tiefem Niveau. Waren es im Februar dieses Jahres noch über 180 beim AWA von den Banken eingereichte Ankündigungen, beläuft sich die Zahl für November auf 57 Ankündigungen. Nach wie vor muss aber für kommendes Jahr mit merklichen Stellenverlusten im Finanzsektor gerechnet werden. Die RAV bieten bei sogenannten Massenentlassungen betroffenen Unternehmen und ihren Angestellten vor Ort Informationsveranstaltungen an und unterstützen diese bei Bedarf mittels Personalberatung und Stellenvermittlung.
Die Mitteilungen zu den Arbeitslosenzahlen der Regionen Unterland, Oberland, Zürichsee, Winterthur, Limmattal sowie der Stadt Zürich sind unter www.awa.zh.ch/regionen verfügbar.
(Medienmitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit)
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Mittwoch, 7. Dezember 2011,
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