Weitere Entspannung am Arbeitsmarkt

09.05.2017 - Medienmitteilung

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Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich nahm im April um 1299 Personen ab, die Arbeitslosenquote reduzierte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent. Die Aufhellung am Arbeitsmarkt ist grösstenteils auf saisonale Faktoren zurückzuführen. Praktisch alle Wirtschaftszweige und Berufsgruppen verzeichneten rückläufige Arbeitslosenzahlen, am stärksten das Bau- und Gastgewerbe.

Die Entspannung am Zürcher Arbeitsmarkt setzt sich fort: Ende April waren 29‘542 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, 1299 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote nahm von 3,8 Prozent auf 3,6 Prozent ab.

Arbeitsmarkt derzeit mehrheitlich saisonal geprägt

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im April ist zu etwa drei Viertel auf saisonale Faktoren zurückzuführen. Entsprechend verzeichneten im April das Baugewerbe (-358), die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-145), zu denen unter anderem temporäre Arbeitskräfte und der Garten- und Landschaftsbau zählen, sowie das Gastgewerbe (-118) die stärksten Abnahmen. Auch in der Industrie (-119) war die Arbeitslosigkeit zum dritten Mal in Folge rückläufig. Weitere Abnahmen verzeichneten das Gesundheits- und Sozialwesen (-95) sowie die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (-65).

Ein kleiner Teil des Rückgangs der Arbeitslosigkeit lässt sich dadurch erklären, dass arbeitslose Personen nach Ablauf des Taggeldanspruches ausgesteuert werden und dadurch grösstenteils aus der Statistik verschwinden. Mehr Aussteuerungen wurden in den letzten Monaten vor allem in der Industrie, im Baugewerbe und im Detailhandel verzeichnet. Diese Wirtschaftssparten waren von der Frankenstärke besonders betroffen – rund zwei Jahre nach Aufhebung des Franken-Mindestkurses schlägt sich dies in vermehrten Aussteuerungen nieder.

Konjunkturelle Erholung in Sicht

Teilweise lässt sich die momentane Entspannung am Arbeitsmarkt auch auf die verbesserte konjunkturelle Lage zurückführen. Verschiedene vorlaufende Indikatoren und Umfrageresultate lassen eine bescheidene Beschleunigung des Zürcher Wirtschaftswachstums im ersten Halbjahr 2017 und eine Fortsetzung der Entspannung am Arbeitsmarkt erkennen. Dies gilt insbesondere für das Gast- und Baugewerbe, verschiedene Dienstleistungen sowie Teile der Industrie. Eher durchzogen dürfte die Lage hingegen bei den Banken sowie im Gross- und Detailhandel bleiben.

(Medienmitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit)  

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